Armin Thommes: Malerei hat auch immer was von Meditation

Armin Thommes ist freier Künstler im wundervollen Tal der Loreley. Die Region rund um den markanten Felsen am Mittelrhein ist seine Heimat. 

Der Loreleyfelsen, mit dem schroffen Stein und dem Fluß Loreley selber, samt der kraftvollen Strömung als Kontrast, inspiriert den Künstler immer wieder. Dieser Ort ist nicht nur ein Objekt sondern auch ein Platz der natürlichen Kraft und Energie. 

Die Loreley: Energie, Kraft und Naturgewalt

Immer wieder reizt es ihn, sich mit dem Felsen – als Objekt – auseinanderzusetzen. Ihn aus verschiedenen Blickwinkeln, Tages und Jahreszeiten zu betrachten. Die ganz unterschiedlichen Farbvarianten realistisch auf sich wirken lassen und die besondere Atmosphäre dieses Ortes in gemalten Bildern, nicht immer realistisch, einzufangen. 

Der Loreleyfelsen der schroff in die Höhe ragt ist markant und bietet als Objekt verschiedene Varianten und Ansichten – ist aber eben nicht einfach nur ein Objekt!

Malerei hilft jedem Menschen

Kreativ tätig zu sein, Farben auf sich wirken lassen und im Kopf bereits das Bild zu formen ist ein Prozess. Dabei verlassen wir den Alltag, kommen runter und entspannen. Viele Teilnehmer bezeichnen diese Art der kreativen Arbeit als meditatives Element, weiß Armin Thommes zu berichten. 

Dabei muß betont werden, dass bei diesem kreativen Prozess nicht das eigentliche Ergebnis im Mittelpunkt steht, sondern der Malakt selber ist wichtig. Eben der Vorgang, wenn ein Objekt auf der Leinwand oder auch einfach auf einem weißen Blatt Papier entsteht. 

Mit seinem besonderen Blick auf die Farbenlehre, die Loreley und darüber hinaus seinem Verständnis für Kunstphilosophie unterrichtet Armin Thommes auch seit Jahren als Dozent für Zeichnung, Malerei und Kunst – erst an der Uni in Mainz und später an der Hochschule für Erwachsenenbildung in Bingen. 

Er ist davon überzeugt, die Power und Anleitung zur Malerei bringt jedem Menschen etwas fürs Leben. Es macht die Menschen nicht nur kreativer sondern auch lockerer. 

Goethes Farbenlehre als Grundlage

Bekannt ist Johann Wolfgang von Goethe in erster Linie für seine Schriften. Doch bezeichnete er auch stets besonders seine Farbenlehre als seine wichtigste Schrift. Herausgegeben hat er diese „Empfindungstheorie der Farbe“ bereits 1810. 

Bei seinem Workshop auf den Spuren der Loreley nutzt Armin Thommes die Farbenlehre nach Goethe als Basis für gewisse Grundtechniken der Malerei.  Vom Aufbau des Bildes, über farbliche Kompositionen sowie Erprobung der Farbkonzepte, Formgebung und Farbauftrag bis hin zur Auseinandersetzung mit der eigentlichen Farbtheorie nach Goethe. Dabei ist der Workshop sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene durchaus geeignet. Wichtig ist in erster Linie, dass das Interesse für Malerei vorhanden ist. Gemeinsam setzen sich die Teilnehmer malerisch und kreativ, aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, mit dem beeindruckenden Loreleyfelsen auseinander. 

Die geballte Ladung Kreativität 

Armin Thommes hat schon immer für die Malerei gebrannt. Daher hat er in den 80er Jahren ein Studium der Malerei, Philosophie, Kunstgeschichte und Psychologie in Mainz absolviert und in den 90ern mit einer Doktorarbeit über kunstphilosophische und erkenntnistheoretische Probleme abgeschlossen.

Im Anschluss hat er eine Galerie mit Atelier und Malschule in St. Goar gegründet, die später nach Urbar, gegenüber der Loreley, umgezogen ist.