Liane Bellmann: Wir skizzieren die Loreley als kreatives Chaos

Liane Bellmann hätte als junges Mädchen, mit blonden langen Haaren, fast selber die Loreley als stellvertretende Patin verkörpern können. „Damals war ich nur zu schüchtern und wußte meine Heimat vielleicht auch noch nicht so zu schätzen wie heute“, verrät uns die Künstlerin. 

Mittlerweile ist die kreative Maler- und Zeichnerin fest mit ihrer Heimat – der Loreley – verbunden. „Je älter ich werde, desto mehr begeistert mich diese aussergewöhnliche Landschaft, die Geschichte und auch die Mythen und Sagen, die sich um diese Region ranken. Hier leben zu können und vor Ort arbeiten und kreativ schaffen zu dürfen ist etwas ganz Besonderes“, fasst sie ein wenig verträumt zusammen.

Doch die Loreley ist nicht nur die Heimat von Liane Bellmann. Die Region sorgt für Inspiration. Sie beflügelt die Künstlerin und diese Flügel möchte sie gern an die Kursteilnehmer im Rahmen des Workshops „Auf den Spuren der Loreley“ weitergeben.

Einfach mal Wolkenschlösser bauen

Als Kind schauen wir in die Wolken und erkennen mühelos fantasievolle Wolkenbilder. Wenn wir erwachsen sind, verlernen wir diese Fähigkeit und unseren Ideenreichtum leider oft. Doch wir können etwas dafür tun, unsere Kreativität und vielleicht auch ein wenig Fantasie neu zu entdecken und vor allen Dingen für uns wieder zu erobern.

Im Workshop mit Liane Bellmann begeben sich die Teilnehmer auf eine kreative Mal- und Skizzier-Reise. Unter dem künstlerischen Auge der Workshop-Leiterin wird die malerische Landschaft der Loreley aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. 

Der Blickwinkel spielt für die Erstellung erster Skizzen ebenso eine Rolle, wie das Werkzeug. Ob mit dem Bleistift, Kugelschreiber oder Buntstift, dem Filzstift oder der Pastellkreide, Wasser- oder Aquarellfarben – alles ist erlaubt und in einem gemeinsamen kreativen Schaffensprozess entstehen farbig-bunte Kunstwerke.

„Um kreativ zu werden ist es sehr wichtig, einfach den Kopf freizubekommen. Häufig stehen wir uns dabei selber im Weg, denn wir haben kreative Leichtigkeit leider oft verlernt und ein weißes Blatt Papier blockiert uns zusätzlich. Daher starte ich gern mit einer originellen Technik. Auf dem Blatt entsteht im ersten Schritt Chaos und zwar gewollt! Ohne Rücksicht auf Verluste und ohne die Möglichkeit zu bekommen, lange nachzudenken, bekommen die Teilnehmer ein kleines Zeitfenster um Eindrücke aus der Umgebung zu skizzieren“, erläutert Liane Bellmann ihre Vorgehensweise. 

Malerische Ordnung ins künstlerische Chaos bringen

Eindrücke aus der Umgebung – damit gemeint sind Bäume, Blumen, Ausblicke, Landschaft, Steine, Häuser, Gesichter, Menschen, Tiere – alles was einem vor das Auge kommt und was wir wahrnehmen – ob nun bewußt oder vielleicht auch unbewußt. Dabei spielen natürlich auch die Sinne, die Stimmung und persönliche Eindrücke eine Rolle. Innerhalb von nur wenigen Minuten entsteht so ein skizziertes Chaos, mit wenigen Strichen. 

Im Anschluss wird das Chaos aufgeräumt. Bei dieser Bereinigung ist es völlig still. Die Teilnehmer tauchen ein in den Prozess, sie konzentrieren sich auf sich, auf das Bild und auf die Idee hinter dem Entwurf. „Das muß man einfach selber erleben und spüren“, fasst die Künstlerin Liane Bellmann zusammen. 

Wer nun meint, es Bedarf künstlerischer Vorkenntnisse um an diesem Kurs teilzunehmen, der irrt. Tatsächlich eignet sich der Kurs sowohl für Anfänger und auch für Fortgeschrittene.

Die fast märchenhafte Landschaft rund um den sagenumwobenen Felsen der Loreley lädt ein zu diesem kreativen Abenteuer und Schaffensprozess mit der erfahrenen Künstlerin. In der Mühle Braun in St. Goarshausen, einer für die Region typisch-idyllischen Location, findet diese Erfahrung bei einem gemütlichen Austausch und Beisammensein, schlussendlich seinen Höhepunkt.

Lust auf diese kreative Erfahrung? … hier geht’s zum >>Workshop