Keramik-Künstlerin Ursula Näther: Die Arbeit mit Ton macht glücklich!

Kreatives Schaffen mit Ton heißt der Workshop mit Keramik-Künstlerin Ursula Näther. Die einmalig schöne Natur, der Mythos und die Landschaft der Loreley entfachen dabei nicht nur Kreativität. Die Loreley mit all ihren Eindrücken, Tiefen und Höhen bietet die Grundlage, die Inspiration und eine ideale Überleitung für die Arbeit auf Tonplatten – mit Relief und farblicher Gestaltung – um einzigartige Loreley-Landschaften zu kreieren und zu gestalten.

Ursula Näther verbindet mit dem Material Ton eine ganz besondere Liebe. „Die Arbeit mit Ton macht mich glücklich“, verrät die Keramikkünstlerin.

Nie verspürt die Künstlerin Langeweile. Immer wieder, selbst im Stau, wird ihre Kreativität entfacht und ihr fallen neue Bilder, Skulpturen, Figuren und Werke ein, die sie noch erschaffen und gestalten möchte.

 

Vom VHS Kurs zur Künstlerin

1977 hat Ursula Näther im Rahmen eines Kurses an der Volkshochschule die erste Berührung mit dem Töpferhandwerk gemacht. Ihre erste Aufgabe im Rahmen dieser Erfahrung war die Beantwortung der Frage:

„Was ist eigentlich eine Plastik?“

Die Antwort erscheint nur auf den ersten Blick kompliziert. „Eine Plastik besteht aus Berg und Tal, mal kantig und eckig und dann wieder weicher ausgeführt. Unser damaliger Kursleiter verglich das Sinnbild einer Plastik mit einem Löffel“, weiß die heute erfahrene Künstlerin zu berichten.

„Das hat etwas in mir angesprochen. Damit war eine besondere Ader in mir geweckt und ich war beflügelt. Danach hat mich die Keramik als Arbeit und Objekt nie wieder losgelassen“, fährt sie fort.

Die Arbeit mit Ton ist für Ursula Näther ein andauernder Prozess. So entschied sie sich Anfang der 90er-Jahre, als die Kinder aus dem Haus waren, noch einmal einen ganz neuen Weg einzuschlagen und ihrer großen Leidenschaft – der Arbeit mit Ton – mehr Raum zu geben. Es folgte eine Töpfer-Ausbildung um das Handwerk von der Pike an zu lernen.

Die Arbeit mit Ton bietet Raum für eine Schöpfung

Die Arbeit mit Ton macht Ursula Näther glücklich und zufrieden. Doch auch bei ihren Schülern verspürt sie ein gewisses Glücksgefühl wenn diese mit den Händen arbeiten dürfen, um dem Ton eine Form zu geben. Denn der Ton macht nur das, was wir ihm mit den Händen eingeben. Arbeiten wir mit Ton, so erhält der Ton durch unsere Arbeit eine bestimmte Form. Sobald der Ton dann gebrannt wird, bleibt die Form theoretisch für immer.

„Die Arbeit mit den Händen verbindet die linke und rechte Gehirnhälfte. Das macht nicht nur zufrieden und glücklich, es beruhigt die Menschen, sie werden geerdet und sie werden ins HIER und JETZT geholt. Außerdem hat die Arbeit mit Ton einen schöpferischen und geheimnisvollen Effekt. Denn heißt es nicht schon in der Bibel, Gott hat den Menschen aus Lehm geformt…“, fasst Ursula Näther zusammen.

 

Das Material einfach spüren…

In ihren Workshops und Kursen möchte Ursula Näther den Teilnehmern die Liebe zur Arbeit mit Ton vermitteln. Dazu greift sie auch mal zu ungewöhnlichen Maßnahmen. So verbindet sie den Schülern die Augen, reicht ihnen ein Stück Ton in die Hand, erzählt eine Geschichte und fordert die Teilnehmer auf ‚blind‘ daraus etwas zu gestalten. Inspiriert durch die Geschichte entstehen so ganz eigene erste Kunstwerke, geformt durch den reinen Instinkt, den Tastsinn und lediglich ein Gefühl.

Eine besondere Herausforderung besteht für die Teilnehmer auch darin, einfach eine perfekte Kugel aus Ton zu formen. „Das erfordert viel Konzentration und Geduld“, weiß die Künstlerin schmunzelnd zu berichten.

Gelebter Freiraum im Sponheimer Hof

Ihre ganze Kreativität lebt die Künstlerin auf einem alten idyllisch gelegenen Bauernhof im Zentrum der Kleinstadt Nastätten aus. Auf dem Sponheimer Hof wohnt sie aber nicht allein sondern in einer Wohngemeinschaft mit Freunden, einem Hofhund, Bienen und Hühnern.

Mit diesem Kleinod im UNESCO Welterbe Tal der Loreley entstand in den letzten Jahren ein inspirierendes Quartier mit Seminarzentrum „Freiraum“, moderner Keramikwerkstatt, heimeligen Wohnungen, entzückenden Innenhof, einem großen Garten mit viel Auslauf für die dort lebenden Hühner und einer mit Holz ausgebauten Remise.

Mit viel Engagement und Liebe wurde dieser inspirierende Ort geschaffen und mit vielen Kunstwerken gestaltet. Eine hölzerne fast verwunschen wirkende Brücke über den Lohbach bahnt den Weg durch einen verwilderten Bauerngarten bis zum Innenhof.

Sind es nicht auch gerade diese Orte und Geschichten, die eine Entdeckungsreise auf den Spuren der Loreley ausmachen? Der Sponheimer Hof – ein Ort der nicht nur kreativ gestaltet wurde sondern auch ganz sicher pure Kreativität und Wohlgefühl bei den Besuchern und Kursteilnehmern entfacht.